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Wie entsteht Krankheit aus Sicht der TCM?

Nach TCM-Verständnis entstehen Erkrankungen aus einem Ungleichgewicht des dynamischen Zusammenspiels zwischen Yin und Yang.
Dieses Ungleichgewicht kann auf folgende Ursachen zurück geführt werden.

Äußere Pathogene Faktoren

entsprechen den klimatischen Faktoren

  • Kälte
  • Trockenheit
  • Hitze
  • Feuchtigkeit
  • Sommerhitze
  • Wind

Wetterfühligkeit ist ein Beispiel dafür. Auch die familiären Verhältnisse, die Wohnsituation sowie berufliche Tätigkeit werden als mögliche Krankheitsfaktoren berücksichtigt.

Innere Pathogene Faktoren

Ein Zuviel (oder Zuwenig) der Emotionen

  • Zorn (Nu)
  • Freude (Xi oder Le)
  • Grübeln (Si)
  • Kummer/Sorge (You)
  • Trauer (Bei)
  • Angst und Schreck (Jing)

Können innere Organe und den Körper insgesamt schwächen, da sie in einer besonderen Wechselwirkung mit diesen stehen. Umgekehrt können erkrankte innere Organe emotionale Entgleisungen hervorrufen.

Angeborene Konstitution

Familienkrankheiten und -tendenzen müssen beachtet werden. Die TCM bezieht familiäre Erkrankungsneigungen und die von Geburt an bestehende Konstitution in ihre Diagnose ein.

Ernährung

Die schlechte Qualität und der niedrige Nährwert der heutigen Lebensmittel ist eine wichtige Ursache von Erkrankungen. Viele Nahrungsmittel enthalten Spuren von chemischen Substanzen wie Geschmacks-, Farb- und Konservierungsstoffe sowie Pestizide. Auch unregelmäßige und zu kurze Essenszeiten unter Anspannung und Zeitdruck sind heute die Gründe einer schleichenden Zunahme von Erkrankungen.

Traumen

Damit sind nicht nur körperliche Unfälle, sondern auch tiefliegende emotionale Verletzungen gemeint, die in der Diagnostik beachtet werden.

Drogen

Genussmittel wie Tee oder Kaffee, Tabak, Alkohol, Zucker sowie Drogen und chemische Medikamente stellen häufige Erkrankungsursachen dar.

TCM – Quantenphysik der Medizin?

Viele Menschen haben Probleme mit dem Verstehen der Quantenphysik. Das liegt daran, dass sie oft dem gesunden Menschenverstand zu widersprechen scheint: Ein Objekt kann sich an mehreren Stellen zugleich befinden. Eine Katze kann tot sein und gleichzeitig quicklebendig.

Wer sein logisches Empfinden ausschalten kann, ist hier klar im Vorteil.

Sie ist weder eindeutig noch überprüfbar. Mittlerweile ist es für Wissenschaftler nichts Neues mehr, wenn Theorien mehrere Lösungen haben. Die Quantenmechanik erlaubt eine Berechnung der Eigenschaften von Materie, kleiner als Atome im physikalischen Bereich. Jede Lösung stellt in sich ein Universum dar, das sich ausdehnen kann und verschiedene Formen und Ausmaße annehmen kann.

Vieles was über die Quantenphysik gesagt werden kann, ist auch auf die TCM anwendbar.

Kein Physiker hat je mit seinen Augen einen Spin (Eigendrehimpuls von Teilchen) bei seiner Drehung beobachtet – wahrscheinlich ebenso so wenig wie ein TCM-Arzt-/Therapeut die Bewegung des Qi (Lebensenergie, die in den Leitbahnen/Meridianen fließt). Und doch scheint für die jeweilige Berufsgruppe das Vorhandensein des jeweils Unsichtbaren immanent. Quantenphysiker „berechnen“ ihre Realitäten. TCM-Spezialisten erforschen die nicht-physisch messbaren und doch eindeutig wahrnehmbaren Funktionen unserer Körper/Organe seit über 3.000 Jahren – eben empirisch.

So ist es in der TCM keine Seltenheit, dass Hitze- und Kältezustände gleichzeitig im Körper (in verschiedenen Organsystemen) auftreten können, ebenso wie Trockenheit und Feuchtigkeit. Im Gegenteil – es ist sogar sehr wahrscheinlich, da der menschliche Organismus stets um Ausgleich bemüht ist und Leere (Kälte) in einem Teil des Körpers also Fülle (Hitze) in einem anderen entstehen lassen kann, um auch noch in einem relativ krankhaften/unausgewogenem Zustand seine maximale Balance finden zu können.

 

 

Grundlagen der TCM

Im Westen sind Akupunktur und chinesische Kräutermedizin die bisher bekanntesten Anwendungsgebiete der TCM. Tatsächlich besteht diese jedoch aus fünf Säulen – dh zusätzlich zu den beiden erwähnten gibt es die Tuina (manuelle Therapie, in Ö dem Massage-Gewerbe zugeordnet), die chinesische Diätetik (Ernährungslehre) sowie QiGong (Bewegungs-, Konzentrations- und Meditationsübungen).

Wir neigen im Westen zu relativ starren vermeintlich „eindeutigen“ Ansichten/Aussagen (zB organbezogenen Krankheitsdiagnosen) – die chinesische Medizin verfolgt hier einen wesentlich „dynamischeren und komplexeren“ Ansatz, wobei sich „Krankheit“ an sich immer grundsätzlich auf den ganzen Menschen bezieht – in körperlicher, geistiger und seelischer Hinsicht (und nicht nur auf ein oder mehrere Organe bzw. Körperteile).

Nach Auffassung der TCM basiert die Gesundheit des Menschen auf dem Ausgleich der Yin- und Yang-Aspekte. Diese beiden Kräfte bilden ein dynamisches, sich stets im Wechsel befindliches, Gegensatzpaar, das allem Leben zugrunde liegt, wie Tag und Nacht, Aktivität und Ruhe, Ein- und Ausatmen, Geben und Nehmen auf allen Gebieten. Aus dieser zentralen Idee des sich immer wieder neu formenden Gleichgewichts entwickelte sich die Chinesische Medizin und ihre Auffassung darüber, wie Krankheit entsteht und Gesundheit erhalten wird.

Bevor wir in die genaue Theorie des Yin und Yang eintauchen, vorab noch eine Hilfe zum besseren Verständnis des chinesischen Denkmodells TCM.

TCM – Quantenphysik der Medizin?