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COVID-19 Maßnahmen

Kann, entsprechend der aktuellen COVID-19 Verordnung (Stand 30.4.), auf Grund der Eigenart der beruflichen Tätigkeit der Mindestabstand von einem Meter zwischen Personen nicht eingehalten werden, ist durch sonstige geeignete Schutzmaßnahmen das Infektionsrisiko zu minimieren.

Von der WKO gibt es dazu folgende „Empfehlung für vorübergehende ergänzende Maßnahmen zu den geltenden hohen Hygienestandards gemäß den Ausübungsregeln“

Zusammengefasst mit meinen individuellen Maßnahmen bedeutet dies folgenden Ablauf in meiner Praxis:

  • Es wird ein Desinfektionsspender bereits VOR der Praxis bereit gestellt – bitte also bereits VOR Eintreten in die Praxis die Hände desinfizieren
  • Sowohl ich als auch meine Kunden tragen eine mechanische Schutzvorrichtung (MNS-Maske oder Visier), die den Mund- und Nasenbereich gut abdeckt (Ausnahme: Kinder unter 6 Jahren). Bitte VOR betreten der Praxis eine MNS-Maske anlegen – sollte keine zur Verfügung sein, bitte um kurze Info mind. 1h vor dem Termin (SMS/WhatsApp/Anruf) – ich lege eine Maske VOR der Praxis bereit. Ebenso auch gerne Latex-Handschuhe – falls erwünscht.
  • Bitte Jacken/Mäntel aufhängen und im Wartezimmer (Küche) Platz nehmen. Selbstverständlich können die Sanitärräume (WC/Bad) jederzeit benutzt werden. Diese werden nach jeder Benützung von mir mit einer Flächendesinfektion gereinigt.
  • Die Termine werden von mir so vergeben, dass sich das Eintreffen und Verlassen im Kundenbereich möglichst nicht überschneidet. Falls es doch zu einer Überschneidung kommt, ersuche ich um Einhaltung des 1m Mindestabstands.
  • Im Behandlungsraum wird ebenfalls ein Desinfektionsspender zur Verfügung gestellt. Bitte VOR und NACH der Behandlung Hände desinfizieren.

Sonstiges:

  • Bei Vorhandensein von Symptomen darf die Praxis bitte nicht betreten werden.
  • Bitte den Termin bei Erkältungs- oder Krankheitssymptomen absagen – selbstverständlich entstehen dadurch keine Kosten.
  • Wo möglich werden Einwegprodukte verwendet – sämtliche Tücher/Wäsche wird nach einmaliger Nutzung mit 90 Grad gewaschen. Sie können gerne ihre Liegetücher selbst mitnehmen – grundsätzlich stelle ich diese aber gerne wie bisher auch bereits zur einmaligen Verwendung zur Verfügung.
  • Alle Räumlichkeiten werden nach jedem Kunden (minimal jedoch 1 x pro Stunde) ausreichend gelüftet (> 1 Minute).
  • Sämtliche Kontaktflächen (Liege, Türschnallen, Tisch, Sanitärräume etc.) werden nach jedem Kunden mit einer Flächendesinfektion gereinigt.
  • Wann immer dies möglich ist (beispielsweise während eines Beratungsgespräches) wird der nötige Mindestabstand von 1 Metern eingehalten.

 

ICH BEDANKE MICH FÜR IHR VERSTÄNDNIS UND IHRE KOOPERATION! GEMEINSAM SCHAFFEN WIR DAS 😉

Fehlender TCM-Teil in offizieller chinesischer „Leitlinie zum Umgang mit der COVID-19- Epidemie“

Ich erhielt gestern (31. 3. 20) von einem Freund (Radiologe in Ö, Leitungsfunktion Krankenhaus) die dt. Übersetzung der chinesischen „Leitlinie zum Umgang mit der COVID-19- Epidemie“ – mit dem Hinweis, dass keine TCM-Behandlungsempfehlung integriert wäre. Da mich dies stutzig machte, habe ich mit einem befreundeten TCM-Arzt (aus Deutschland, ordiniert in Wien und Italien) Kontakt aufgenommen. Dieser übermittelte mir die englische Version der Leitlinien – und siehe da mit ausführlichem TCM-Teil (Punkt 4, Seite 11-16).

Daraufhin intervenierte der TCM Arzt bei TCM Entscheidungsträgern (Verbandspräsidenten in D, Ö, CH) – worauf innerhalb eines Tages (also heute 1. 4. 20), auf der Website der Chin. Botschaft in Ö, eine neue adaptierte deutsche Version mit TCM-Teil (Punkt 10.4., Seite 14-21) online gestellt wurde.

Da die TCM in Österreich leider immer noch recht kritisch beurteilt wird, scheint dies zumindest ein merkwürdiges Versehen (?) zu sein. Da es jedoch rasch korrigiert wurde, freuen wir uns natürlich darüber und hoffen, dass die Leitlinien inkl. TCM auch Eingang bei der Behandlung von COVID-19 Patienten finden und diese von einem komplementären Angebot profitieren.

Erwähnenswert scheint mir in diesem Zusammenhang, dass die WHO mit einer weiteren Ergänzung der internationalen Klassifikation der Krankheiten (ICD-11), die Terminologien und Syndromlehren der traditionellen und komplementären Medizin (T&CM) also auch der Chinesischen Medizin, gleichberechtigt zu den Klassifkationen der westlich-universitären Medizin aufzunehmen gedenkt. Es bleibt also zu hoffen, dass sich die Skepsis gegenüber der TCM langsam aber doch auch in Ö reduzieren wird:
https://www.vkhd.de/news-arten/news/news-2018/item/526-traditionelle-medizin-von-who-in-icd-11-aufgenommen
http://wiki.aki-stuttgart.de/mediawiki/index.php/DIMDI

Link zur dt. Leitlinie OHNE TCM auf der Website der Chin. Botschaft in Ö: http://www.chinaembassy.at/det/xwdt/P020200318683944373099.pdf

Link zur dt. Leitlinie MIT TCM (Punkt 10.4., Seite 14-21) auf der Website der Chin. Botschaft in Ö: http://www.chinaembassy.at/det/xwdt/P020200326689797305097.pdf

 

 

 

 

Wie entsteht Krankheit aus Sicht der TCM?

Nach TCM-Verständnis entstehen Erkrankungen aus einem Ungleichgewicht des dynamischen Zusammenspiels zwischen Yin und Yang.
Dieses Ungleichgewicht kann auf folgende Ursachen zurück geführt werden.

Äußere Pathogene Faktoren

entsprechen den klimatischen Faktoren

  • Kälte
  • Trockenheit
  • Hitze
  • Feuchtigkeit
  • Sommerhitze
  • Wind

Wetterfühligkeit ist ein Beispiel dafür. Auch die familiären Verhältnisse, die Wohnsituation sowie berufliche Tätigkeit werden als mögliche Krankheitsfaktoren berücksichtigt.

Innere Pathogene Faktoren

Ein Zuviel (oder Zuwenig) der Emotionen

  • Zorn (Nu)
  • Freude (Xi oder Le)
  • Grübeln (Si)
  • Kummer/Sorge (You)
  • Trauer (Bei)
  • Angst und Schreck (Jing)

Können innere Organe und den Körper insgesamt schwächen, da sie in einer besonderen Wechselwirkung mit diesen stehen. Umgekehrt können erkrankte innere Organe emotionale Entgleisungen hervorrufen.

Angeborene Konstitution

Familienkrankheiten und -tendenzen müssen beachtet werden. Die TCM bezieht familiäre Erkrankungsneigungen und die von Geburt an bestehende Konstitution in ihre Diagnose ein.

Ernährung

Die schlechte Qualität und der niedrige Nährwert der heutigen Lebensmittel ist eine wichtige Ursache von Erkrankungen. Viele Nahrungsmittel enthalten Spuren von chemischen Substanzen wie Geschmacks-, Farb- und Konservierungsstoffe sowie Pestizide. Auch unregelmäßige und zu kurze Essenszeiten unter Anspannung und Zeitdruck sind heute die Gründe einer schleichenden Zunahme von Erkrankungen.

Traumen

Damit sind nicht nur körperliche Unfälle, sondern auch tiefliegende emotionale Verletzungen gemeint, die in der Diagnostik beachtet werden.

Drogen

Genussmittel wie Tee oder Kaffee, Tabak, Alkohol, Zucker sowie Drogen und chemische Medikamente stellen häufige Erkrankungsursachen dar.

Grundlagen der TCM

Im Westen sind Akupunktur und chinesische Kräutermedizin die bisher bekanntesten Anwendungsgebiete der TCM. Tatsächlich besteht diese jedoch aus fünf Säulen – dh zusätzlich zu den beiden erwähnten gibt es die Tuina (manuelle Therapie, in Ö dem Massage-Gewerbe zugeordnet), die chinesische Diätetik (Ernährungslehre) sowie QiGong (Bewegungs-, Konzentrations- und Meditationsübungen).

Wir neigen im Westen zu relativ starren vermeintlich „eindeutigen“ Ansichten/Aussagen (zB organbezogenen Krankheitsdiagnosen) – die chinesische Medizin verfolgt hier einen wesentlich „dynamischeren und komplexeren“ Ansatz, wobei sich „Krankheit“ an sich immer grundsätzlich auf den ganzen Menschen bezieht – in körperlicher, geistiger und seelischer Hinsicht (und nicht nur auf ein oder mehrere Organe bzw. Körperteile).

Nach Auffassung der TCM basiert die Gesundheit des Menschen auf dem Ausgleich der Yin- und Yang-Aspekte. Diese beiden Kräfte bilden ein dynamisches, sich stets im Wechsel befindliches, Gegensatzpaar, das allem Leben zugrunde liegt, wie Tag und Nacht, Aktivität und Ruhe, Ein- und Ausatmen, Geben und Nehmen auf allen Gebieten. Aus dieser zentralen Idee des sich immer wieder neu formenden Gleichgewichts entwickelte sich die Chinesische Medizin und ihre Auffassung darüber, wie Krankheit entsteht und Gesundheit erhalten wird.

TCM – Quantenphysik der Medizin?